Serie Apre-matchEin Spiel im Rausch der Pokal-Euphorie, VORSCHAU Lazio UDINESE

Ein Spiel im Rausch der Pokal-Euphorie, VORSCHAU Lazio UDINESE

Ein schwer zu deutendes Spiel für alle Biancocelesti-Anhänger ist jenes, das wir hier für den 34. Spieltag vorstellen: Lazio Udinese, das vier Tage nach dem emotionalen Halbfinale der Coppa Italia kommt, das dank der überragenden Leistung des neuen biancoceleste Torwarts Edo Motta überstanden wurde.

Doch gerade dieser Spieltag kann zusätzliche Motivation liefern, insbesondere nachdem Bologna zuhause gegen Roma eingebrochen ist und der Mannschaft von Sarri damit die Flanke im Rennen um den achten Tabellenplatz geöffnet hat (Bologna hat 48 Punkte, Lazio folgt mit 47).

Massive Rotation oder mit derselben Elf weitermachen?

Die Frage ist berechtigt, doch auch diesmal scheint Sarri sich selbst (oder zumindest das Bild, das ihn als jemanden sieht, der selten wechselt) verleugnen zu wollen und dürfte die 34. unterschiedliche Aufstellung aufs Feld schicken – und das nicht nur wegen Verletzungen.

Die vielen Lazio-Berichterstatter scheinen sich dessen sehr sicher: Lazio befindet sich in einer umfassenden Managementphase und wird viele der Helden des Pokal-Coups austauschen, allen voran Mario Gila, der angeschlagen aus Bergamo zurückkam und noch nicht einmal berufen wird.

Die einzige Gewissheit für das Team vom Montag ist gerade der Held von Bergamo, Edo Motta, derzeit unersetzbar; er wird seinen Platz zwischen den biancoceleste Pfosten wieder einnehmen.

Starke Rotation dagegen in der Abwehr, wo der dänische Innenverteidiger Provstgaard an der Seite von Romagnoli in die Startelf rücken wird, ebenso die Außenverteidiger Lazzari und Pellegrini, die jeweils Marusic und vor allem den nach 220 Minuten in der Woche zu schonenden Tavares ersetzen.

Im Mittelfeld gilt es das Rätsel im Zentrum zu lösen: Wir setzen einen Chip auf Danilo Cataldi; vor ihm wird es für Taylor, der nie pausiert hat, wohl die erste Verschnaufpause geben, daher werden Basic und Dele-Bashiru beginnen, mit der Aufgabe, die Abwehr der Udinese zu knacken und gleichzeitig der Physis der Mannschaft von Runjaic standzuhalten.

Im Angriff wird mit Sicherheit Noslin pausieren, der in der Schlussphase der Saison intensiv beansprucht wurde, um einem Duo aus Maldini (unserem Favoriten) und Dia Platz zu machen. Auf den Flügeln ist der einzige gesetzte Starter Zaccagni, der wirklich Rhythmus und Klarheit wiederfinden muss – in einer Saison, die durchgehend untertouriert und schwierig war.

Auf dem anderen Flügel ist der Zweikampf offen: Isaksen, vom Elfmeter abgesehen, hat auch in Bergamo nicht geglänzt, mit einem Leistungseinbruch im Vergleich zur Phase vor dem verpassten WM-Qualifikationsticket, sodass Cancellieri noch immer Favorit auf den Startelfplatz ist.

Udinese von Kosta Runjaic: ein schwer zu lesendes und zu bespielendes Team

Leider für uns ist Udinese auswärts der klassische Gegner, der Lazios Offensivspiel im Jahr 2026 in Schwierigkeiten bringt.

Runjaics Fußball ist unangenehm, physisch geprägt, mit einem 3-4-2-1, das besonders in der Defensive sehr robust auftritt, stark über die Außenbahnen spielt und auf schnelles Umschaltspiel mit wenigen Kontakten setzt, die stets die Tiefe suchen.

Der Schlüssel zum Spiel wird sein, es über ein sauberes Passspiel zu knacken: Udinese hat mehrfach gezeigt, dass sie unter präzisem, sauberem Ballbesitz leidet. Gelingt es dagegen nicht, den Ball zirkulieren zu lassen und hält man ihn womöglich zu lange in hohen Zonen, können sie im Umschaltspiel wirklich sehr gefährlich werden – vor allem mit Atta und Zaniolo, die in der Offensive, besonders auf den letzten 20 Metern, die Qualität steigern.

Der „Auswärts“-Faktor ist für sie bedeutend, es ist eine Mannschaft, die sich zu verteidigen weiß und fast die Hälfte ihrer Punkte fernab von Udine holt. Lazio muss die Konzentration halten und versuchen in Führung zu gehen; Udinese holt selten Spiele nach einem Gegentor auf, nicht zuletzt weil eine ihrer Schwächen gerade die Defensive bei höher stehendem Schwerpunkt ist.

Gefragt sind Konzentration und sauberes Passspiel, mit gezielten, schnellen Vertikalpässen und einem Maldini, der die beiden Außen geschickt in Szene setzt – alles Zutaten, die nach einer Partie mit so enormem emotionalem Aufwand wie jener von Bergamo nicht leicht zu finden sind.

Voraussichtliche Aufstellung Udinese (3-4-2-1): Okoye; Kristensen, Kabasele, Solet; Ehizibue, Piotrowski, Karlstrom, Kamara; Atta, Ekkelenkamp; Zaniolo.

Der Faktor leeres Olimpico

Ein weiterer Negativaspekt für das Team ist wie immer das leere Stadion, das unserer Meinung nach allerdings auf der Tevere-Tribüne ein wenig weniger leer sein wird, insbesondere aufgrund des Pokalsieges, das aber dennoch den Schub der so wichtigen Nord vermissen lässt.

Ein Schub, der zum Pokalfinale zurückkehren wird – ein Spiel, das den Ausgang einer geplagten und für viele biancoceleste Herzen schwer verdaulichen Saison komplett umschreiben kann.

Bleibt uns nur, Ihnen und uns ein gutes Spiel zu wünschen!

spot_imgspot_img

Related articles

Google AdSense: Was es wirklich ist

Google AdSense: Was es wirklich ist Google AdSense ist das...

🦅Einzelkritik Roma – Lazio – 13/05/2026

Furlanetto 6.5 — Überzeugendes Debüt, obwohl sein letztes Spiel...

Extremer Akt der Liebe mit der auf die Haut genähten Lazio!

Zwei Tage später tut es immer noch weh... Es tut...

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein